Blattfleckenkrankheit Septoria
Septoria ist ein Pilz, dessen Erreger die Blattfleckenkrankheit (Blattdürre) bei Getreide auslöst. Blattdürre beeinträchtigt die Vitalität der Pflanze und kann zu einem Ernteverlust von bis zu 30% beitragen.
Regnerisches Wetter und eine lange Blattnassdauer fördern die Verbreitung des Erregers. Zu Beginn treten auf den noch grünen Blättern ein bis zwei Millimeter grosse, längliche Blattflecken auf. Sie sind innen braun, umgeben von einem gelben Hof. Nach und nach verbinden sich die Flecken zu unregelmässig geformten Nekrosen. Die Blätter sterben ab und vertrocknen schliesslich (Blattdürre).
Sporenträger werden gebildet
Septoria überlebt die Zeit zwischen Ernte und Aussaat auf Strohresten an der Bodenoberfläche. Bei Spätsommerniederschlägen bilden sich schwarze Sporenträger, die ab Anfang Oktober ihre windbürtigen Ascosporen entlassen. Diese infizieren noch im Herbst und Winter die junge Saat.
Kurzstrohige Sorten, starker Wachstumsreglereinsatz sowie eine hohe Stickstoffversorgung fördern die Blattflecken-Krankheit. Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist möglich.
Infektionsrisiko reduzieren
Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, sollte eine sorgfältige Stoppelbearbeitung durchgeführt werden. Der Anbau von weniger anfälligen Sorten, eine nicht zu frühe Aussaat des Winterweizens und das Einarbeiten von Ernterückständen können einen Befall weitgehend verhindern.
