Vorbeugen mit Ackerhygiene
Nach der Ernte stellt sich die Frage nach der optimalen Stoppelbearbeitung. Welche Bearbeitung richtig ist, hängt vom Bodenzustand, der Vorkultur sowie der Unkrautsituation ab.
Die Stoppelbearbeitung regt Unkräuter und heruntergefallene Getreidekörner zur Keimung an. Die aufgelaufenen Pflanzen und Ernterückstände werden dann in den Boden eingearbeitet. Dadurch wird die Verrottung der Pflanzenreste gefördert und erschwert die Überwinterung von Pilzkrankheiten und Schädlingen.
Raps
Nach der Ernte erfolgt die Stoppelbearbeitung erst nach dem Auflaufen des Ausfallraps. Dieser Arbeitsgang hat so flach wie möglich zu erfolgen, damit die nicht aufgelaufenen Ausfallkörner nicht vergraben werden. Diese würden bei einer späteren Bodenbearbeitung keimen.
Getreide
Nach der Ernte von Getreide sollte die Stoppelbearbeitung so bald als möglich erfolgen. Denn viele Krankheiten werden über das Stroh übertragen. Dieser Arbeitsgang fördert das Auflaufen des Ausfallgetreides und die Strohrotte. Mit einer zweiten Stoppelbearbeitung werden Ausfallgetreide und Unkrautsamen eingearbeitet.
Mais
Nach der Ernte von Mais werden die Ernterückstände fein gehäckselt und untergepflügt. Dadurch wird die Verrottung der Pflanzenreste gefördert und die Überwinterung von Pilzkrankheiten erschwert. Diese Massnahme trägt zur Reduktion der, in den Stoppeln überwinternden, Maiszünslerlarven bei.


